Für bezahlbaren Wohnraum – gegen Zweckentfremdung!

 

Stellen Sie sich vor, Sie wären ein Frosch und würden in der abgebildeten WG wohnen müssen. Es wäre anfangs sicher amüsant, ein fröhliches Miteinander, klar. Aber auf Dauer? Das könnte anstrengend werden. Aber warum müssen so viele Frösche auf so engem Raum leben?

Die Antwort ist einfach: Weil sie es sich anders nicht leisten können. Für viele Menschen wird es immer schwieriger bezahlbaren Wohnraum zu finden, sei es in der Stadt oder auf dem Land. Ein Grund ist – neben der reinen Profitmaximierung – die Zweckentfremdung von Wohnraum, beispielsweise durch künstliche Leerstände oder auch die Umwandlung einer Mietwohnung in eine Ferienwohnung. Diesem Phänomen bin ich in meinem Wahlkreis bereits sehr häufig begegnet, begründet auch durch den blühenden Tourismus in der Region.

Ich setze mich gemeinsam mit meinen FraktionskollegInnen für die Schaffung von bezahlbarem Wohnen auch in der Fläche ein. Wir fordern die Landesregierung auf, Maßnahmen gegen den Mietwucher zu unternehmen und gleichzeitig auch Anreize für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum zu generieren.

Zudem müssen unsere Kommunen die benannte Zweckentfremdung von Wohnraum stoppen dürfen und brauchen Instrumente an die Hand, mit denen sie dies eigenverantwortlich regeln können. Hierzu kann unseren Kommunen mit Wohnraumdruck ein klares Satzungsrecht eingeräumt werden, mit dem sie die Zweckentfremdung von Wohnraum für einen Zeitraum von z.B. bis zu fünf Jahren einem Genehmigungsvorbehalt unterwerfen können. Jamaika, bitte liefern!