Gleichstellungsbeauftragte müssen ihre Aufgaben erfüllen können

 

Was wäre, wenn …

Wie wäre es, wenn sich niemand vor Ort darum kümmert, dass Männer und  Frauen gleichstellt sind? Das möchte ich mir ungern vorstellen. Wer setzt sich dafür ein, dass Frauen und Männer dieselben Chancen erhalten, Stellen in der Verwaltung zu besetzen? Wer sorgt dafür, dass Familie und Beruf besser vereinbart werden können? Wer steht Frauen mit einem Rat zur Seite, die Hilfe suchen?

Die Gleichstellungsbeauftragten erfüllen diese Aufgaben in den schleswig-holsteinischen Gemeinden, Ämtern und Kreisen. Sie setzen die Gleichstellung dort konkret in die Tat um. Dies erfordert einen immensen Einsatz und ist nicht allein durch ehrenamtliches Engagement zu bewältigen.

 

Was ich jetzt erwarte

Die sozialdemokratisch geführte Küstenkoalition hat gesetzlich verankert, dass die Gleichstellungsbeauftragten in Gemeinden und Ämtern mit 15.000 Einwohnerinnen und Einwohnern eine Vollzeitstelle erhalten sollen (Gesetz zur Sicherung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten). So haben wir sichergestellt, dass sie ihren vielfältigen Aufgaben gerecht werden können. Nur im Ausnahmefall dürfen diese in Teilzeit arbeiten, wobei die Hälfte der Arbeitszeit bei einer Vollzeitstelle nicht unterschritten werden darf.

Dies mussten wir gegen die Widerstände aus der CDU und FDP durchsetzen. Die Jamaika-Koalition hat den Kommunen nun zugesagt, zusätzliche Mittel für die Gleichstellungsbeauftragten bereitzustellen. Auch wenn ich dies begrüße, handelt es sich um eine Selbstverständlichkeit. Ohne Geld lassen sich die Vorgaben des Landes nicht erfüllen.

Ich sehe die Kommunen nun in der Pflicht, das Geld zu nutzen, um die Stunden der Gleichstellungsbeauftragten zu erhöhen. Sofern diese in Teilzeit arbeiten wollen, besteht die Alternative, eine Vollzeitstelle auf zwei Personen aufzuteilen.