Das Kirchenasyl hat eine wichtige Funktion

 

Mahnung zu humanitärem Handeln

Mir ist die elementare gesellschaftliche Funktion des Kirchenasyls sehr bewusst. Die Kirche hilft so Schutzsuchenden für eine begrenzte Zeit, wenn eine Abschiebung mit besonderer Härte verbunden wäre.

Hinter dem Kirchenasyl verbirgt sich  eine Bitte an den Staat, Entscheidungen mit aller Sorgfalt erneut zu prüfen. Es steht also nicht in Konkurrenz zu rechtsstaatlichen Verfahren. Gleichzeitig ist die gesellschaftliche Bedeutung nicht zu vernachlässigen. Wir alle werden so an unsere humanitäre Verantwortung erinnert.

Dies kann auch für Menschen gelten, die im Rahmen eines „Dublin-Verfahrens“ in einen EU-Staat abgeschoben werden sollen. Auch dort sind Schutzsuchende nicht immer sicher. Einige europäische Staaten schieben auch in Länder ab, wo Menschen Gefahr für Leib und Leben droht.

 

Die CDU vergisst das „C“ im Namen

Anders als der CDU-Innenminister Hans-Joachim Grote bin ich davon überzeugt, dass die Kirchen vor Ort verantwortungsbewusst mit der Frage umgehen, wann Menschen ihres besonderen Schutzes bedürfen.

Die CDU vergisst das „C“ in ihrem Namen, wenn sie das Kirchenasyl in Frage stellt. Die Jamaika-Parteien sind sich erneut uneinig. Hier deutet sich abermals an, dass es sich im ein Bündnis auf Zeit handelt.

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